The Hempire Concern

Wir hätten uns das ganz gerne verkniffen, aber es führt offenbar kein Weg daran vorbei, also bitte: eine Anmerkung zum Thema THC bzw. Rauschwirkung von Hanf.

KEINES der von uns vertriebenen Produkte enthält THC, weshalb auch KEINES eine entsprechende WIRKUNG hat – jegliche diesbezügliche Hoffnung oder Sorge ist vollkommen unbegründet.

Im Übrigen dürfte recht klar sein, was wir von der Kriminalisierung einer so nützlichen Pflanze halten … An alle, die vielleicht ihre Schwierigkeiten damit haben, möchten wir an dieser Stelle lediglich zwei kleine, unschuldige Fragen richten: Was hat's gebracht – das Verbot? Und wem hat's genützt?

Ein Buchtipp dazu: Peter Michael Lingens: Drogenkrieg ohne/mit Ausweg
Aus dem Klappentext: In den Kriegen gegen die Drogen sterben mehr Menschen als durch ihren Konsum. Die Zahl derer, die in Drogenabhängigkeit geraten, steigt weiter, statt zu fallen. Der mit Hilfe der USA geführte blutige Kampf in Afghanistan, in Kolumbien, in Mexiko scheitert: Die Gewinne aus dem Drogenhandel finanzieren Taliban, Rebellen und Drogenmafia. Mit den Erlösen werden neue Waffen angeschafft und der Kreislauf aus Unterdrückung und Gewalt dreht sich weiter.

Und hier noch ein PDF zum Download: War on Drugs. Report of the Global Commission on Drug Policy. June 2011.

Dieser Kommission gehören u. a. die Ex-Präsidenten der Schweiz, Brasiliens, Kolumbiens und Mexikos an, Giorgos Papandreou, Ex-Ministerpräsident von Griechenland, Ex-UN-Generalsekretär Kofi Annan und die Autoren Carlos Fuentes und Mario Vargas Llosa; der Einstieg liest sich wie folgt: The global war on drugs has failed, with devastating consequences for individuals and societies around the world. Fifty years after the initiation of the UN Single Convention on Narcotic Drugs, and 40 years after President Nixon launched the US government’s war on drugs, fundamental reforms in national and global drug control policies are urgently needed. (Übersetzung: Der globale Krieg gegen die Drogen ist gescheitert, mit verheerenden Folgen für Individuen und Gesellschaften auf der ganzen Welt. Fünfzig Jahre nach dem Erlass der UN-Einheitsübereinkunft zu Betäubungsmitteln und vierzig Jahre nachdem Präsident Nixon den Krieg der US-Regierung gegen die Drogen eröffnete, werden fundamentale Reformen der national und internationalen Drogenkontrollpolitik dringend benötigt.)

Erste Empfehlung der höchstkarätigen Kommission: End the criminalization, marginalization and stigmatization of people who use drugs but who do no harm to others. Challenge rather than reinforce common misconceptions about drug markets, drug use and drug dependence. (Beendet die Kriminalisierung, Marginalisierung und Stigmatisierung von Menschen, die Drogen konsumieren, aber niemandem sonst Schaden zufügen. Stellt weit verbreitete Fehlannahmen über Drogenmärkte, Drogengebrauch und Drogenabhängigkeit kritisch infrage, anstatt sie zu bestätigen.)